MIND THE GAP – Mountainbike Freeride Fotoshooting am heiligen Felsen

Gepostet am 13. März 2011 | 2 Kommentare

Stefan Szigeti fragte mich ob ich mit ihm ein Mountainbike Shooting machen könnte. SICHER!
Ich hatte schon seit langem diese tolle Location im Kopf. Ein rießen Felsen der alleine und verloren auf einem Hügel steht, mitten in den Weingärten zwischen Oggau und Schützen im Nordburgenland (Austria). Ein wunervoller Platz, hier wurden früher sicher unzählige Opfergaben vollbracht. Heute habe ich Stefan geopfert und er war ein sensationelles Opfer :-)

Alle (guten) Fotos vom Shooting :-)

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Tips and HOW IT IS DONE:

Die erste Szene entstand direkt am Felsen. Die Idee war einen Sprung zu inszenieren bei dem Stefan quasi über die 1,5m Breite Spalte springen sollte. Anlauf gab es keinen, aus dem Stand wohl eher etwas für Trialer, also haben wir es inszeniert – bei Sonnenaufgang, Blick Richtung Neusiedlersee (3km weit weg!).

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Das erste Problem war, die Spalte sah man am Foto nicht. Ich schickte Stefan mit einem Blitz in die Spalte (Orangener Folie und Dom Diffusor am Blitz). nach zwei drei platzierungsversuchen fanden wir eine brauchbare Stelle. Die Sonne war schon kräftig und der Blitz musste mit voller Leistung arbeiten, darum störte mich der helle Hotspot am Felsen nicht besonders, den wollte ich einfach in Post abdunkeln oder wegschneiden. Ein umlenken des Blitzes über die gegenüberliegende Wand hätte zu viel Licht geschluckt.

Erstes Problem behoben. Die Spalte ist deutlich zu sehen.

Zweites Problem – Stefan hebte sich nicht vom Hintergrund ab. Dazu stellte ich einfach einen Blitz direkt hinter dem Bike auf (1/4 Leistung). Die dritte Herausforderung war Stefan selbst. Er benötigte ebenfalls Licht :-) Dieses kam von einem weiteren Blitz direkt vor ihm auf der anderen Seite der Spalte. Das Staiv war auf 2,5m ausgezogen um die Schatten natürlich auf sein Gesicht fallen zu lassen und der Zoom am 580 EX2 Blitz von Canon war auf 105mm eingezoomt, damit nur sein Oberkörper und das Gesicht beleuchtet wurden. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass auf den Boden Licht viel. Dies hätte die Abgrenzung zur Spalte (die ja schon beleuchtet ist) verhindert.

30 Fotos und die Szene war im Kasten. (Leider alle Aufnahmen mit JPEG da ich wieder einmal vergessen hatte die RAW Eingabe auf meiner 5d MK2 mit dem Knopf zu bestätigen! Ahhhhhhhhhhh)

Szene 2 – Portraits im Gegenlicht.

Ich wollte unbedingt die “schwache Sonne” nutzen um Gegenlicht Portraits zu knipsen. Das ist die Szene die viele Fotografen meiden – perfekt für mich – so bekommt man Fotos die sich von der Masse abheben (ein Geheimnis ist es aber nicht ;-):

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Die Sonne lasse ich gerne kantig mit der Person abschließen, so entstehen tolle Sternmuster (bei Blende 22 und größer). Zwei Blitze waren direkt hinter Stefan (= ein Rimlight – dieses erzeugt die hellen Kanten entlang seines Oberkörpers; grenzt ihm vom Hintergrund ab). Stefan stand quasi auf 12 Uhr, die Blitze auf 10 und 2 Uhr. Ich stand auf 6 Uhr und hinter mir ein weiterer Blitz der als Fülllicht für das Gesicht diente. Der Unterschied zwischen den zwei Fotos oben war, dass das Fülllicht beim ersten Foto nicht gezündet hatte. Glücklicher Zufall :-) Danke Blitz!

Am Ende der Portraitsession war die Sonne so stark (1,5h nach Sonnenaufgang) dass wir die Location nicht mehr nutzen konnten. Bei 1/200sec, Blende f32 und die Blitze auf voller Power konnten wir die Sonne nicht mehr kontrollieren. Ende des Shootings? Nein, weit gefehlt.

Szene 3 – Action am Minihügel

Ist die Sonne zu stark – Schatten suchen. Der Felsen hat sicher eine Höhe von 5m und hinter dem Felsen auf der Schattenseite fällt der Hang schnell ab. Schatten ohne Ende :-)

Der Trick dabei ist, den Hintergrund von der Sonne beleuchtet zu verwenden und die Person im Schatten ausgesperrt von der Sonne zu inszenieren. So konnten wir die Action im Schatten mit den Blitzen kontrollieren:

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Auf dem Foto erkennt man deutlich den Schatten-Sonnen-Verlauf. Stefan wird nur von den Blitzen beleuchtet. Er steht dabei auf einem kleinen Hügel – hinter dem der Hang weiter abfällt. Zum Glück ließ sich das linke Stativ auf knappe 4m ausziehen, damit kam das Licht von oben, eben wie bei der Sonne. Nach 40min. erwischte uns die Sonne dann auch hier. Ende des Shootings. Wobei die Sonne noch für ein letztes cooles Fotos sorgte, die obere Hälfte des Bikers ist von der Sonne beleuchtet:

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4 Szene: Ein Graben unter dem Felsen

Zwischen den zwei Spots lag noch ein kleiner Graben mit einer steilen Einfahrt, wieder Schatten und leider ein heller Himmel dahinter da die Sonne schon sehr kräftig war:

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Das Gras war mir einfach zu fad und so haben die Blitze (links und rechts von Stefan) orangene Folien erhalten (unterschiedlich stark!). Dadurch entstand dieses Wechselspiel der Vorder- und Hintergrundfarben. Diese Farben liegen im Farbkreis auch gegenüber und harmonieren so perfekt miteinander.

Schlussbemerkung

Wir haben uns auf der Location in einem Radius von 50m bewegt, das reichte um 4 komplett verschiedene Szenarien zu erstellen.

Die richtige Location ist definitiv ein Schlüssel zum Erfolg. Plus Planung, Model, blablabla :-)

Mein letzter Tipp! Wenn ihr Sets für diese “Action” Aufnahmen aufbaut, dann lasst euer Model immer wieder mal in die Kamera schauen und erstellt ein paar Portraitaufnahmen. Man weiß vorher nie was hinten nach rauskommt, und oft ist es dann eines der besten Fotos des Tages ;-)

MIND THE GAP

FACEBOOK Kommentare

2 Kommentare

  1. Danke, dass du uns ein bisschen über deine Schulter schauen hast lassen, ein wirklich toller Beitrag.
    lg.
    Christine

  2. Danke. Hab auch vor mehr in dieser Richtung zu bloggen. Webdesign hab ich an den Nagel gehängt und widme mich jetzt ganz meiner Leidenschaft :-))

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