Als leidenschaftlicher Farbmanager habe ich mich diesem leidigen Thema schon lange verschworen – und wahrlich es ist ein kompliziertes Thema, vor allem wenn man damit beginnt.
Mit dem ColorChecker Passport von xrite sieht das aber nicht mehr so schwer aus. Zumindest lassen sich die Farben der Kamera problemlos und einfach in Lightroom kalibrieren ohne dass man von Farbmanagement eine große Ahnung haben muss.
Dieses Video von xrite verdeutlicht dies:
Die Frage ist nur was passiert nachdem man die Farben der Kamera auf den SOLL-Zustand gebracht hat. Hier mein Workflow:
RAW Dateien aus Lightroom nach Photoshop exportieren als – PSD File, 16 Bit in ProPhoto RGB
Diese Datei aufbewahren und erst wenn das finale Format klar ist, die Bit-Tiefe und das Farbprofil an die Ausgabe anpassen.
Für CMYK Offset Druck. Annahme: Endfarbprofil – Isocoated v2 8Bit Jpeg
1. Datei in Photoshop öffnen – Farbraum auf ECI-RGB-v2 (noch ein RGB Arbeitsfarbraum!) ändern. Dann erst in den Isocoated v2 (CMYK Farbraum) konvertieren. Danach auf 8bit reduzieren und als JPG (Datei speichern unter. Nicht für WEB speichern unter wählen!) oder TIFF speichern. Es sollte eine Datei sein bei der man das Farbprofil anhängen kann. Bei JPEG und Tiff ist das der Fall.
Wurde eine größenänderungen Vorgenommen sollte unbedingt nachgeschärft werden (für den Offsetdruck).
Bilder als JPEG für den Mail -Versandt ausgeben:
2. Einfach in LR exportieren – auf 800Pixel für die lange Kante reduzieren und stark nachschärfen auswählen. Farbprofil sRGB JPEG 70% wählen. FERTIG.
Man kann das auch in Photoshop machen. Hier würde ich für optimale Ergebnisse folgendes machen (am besten als Aktion speichern!): Zuerst von ProPhoto RGB in AdobeRGB umwandeln, dann auf 8Bit reduzieren und dann erst in sRGB umwandeln. Bild verkleinern und mit Unscharf Maskieren schärfen. Mit 70% als JPEG speichern.
Abschließende Bemerkung:
Wenn man mit Farbamanagement beginnt dann sollte man es vom Anfang bis zum Ende richtig durchziehen, vorallem wenn man seine Daten als Auftragsarbeit drucken lässt. Für alle die ihre Fotos am Bildschirm präsentieren und mit Druck nichts zu tun haben, sei empfohlen ganz drauf zu verzichten :-)
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